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Was bei der Grabauswahl zu beachten ist


Zum Trauerfall gehört die Auswahl einer Grabstelle. Doch nur wenige wissen, welche Einschränkungen und Möglichkeiten sich hinter den Fachbegriffen Reihengrab und Wahlgrab verbergen.


Königswinter, 19.10.2017 – Wer den Blick in eine typische Friedhofssatzung wirft, wird auf eine grundlegende Unterscheidung treffen: Reihengräber und Wahlgräber, jeweils für Urnen- und Sargbeisetzungen. Wie der Name sagt, werden bei Reihengräbern die Grabplätze der Reihe nach vergeben, während bei Wahlgräbern die Stelle innerhalb eines Grabfeldes selbst ausgewählt werden darf. Darüber hinaus sind jedoch einige weitere Unterschiede zu berücksichtigen. Bei Wahlgräbern kann die Laufzeit der Ruhefrist immer wieder verlängert werden, während Reihengräber nach einem festen Zeitraum – meist zwischen 15 und 25 Jahren – abgeräumt und neu vergeben werden. Auch bieten nur Wahlgräber die Möglichkeit, mehrere Urnen bzw. Särge beizusetzen. Aufgrund der genannten Vorteile und der häufig größeren Fläche fallen allerdings in der Regel deutlich höhere Gebühren als bei Reihengräbern an.


„Der Laie kann angesichts der Vielzahl an Grabangeboten auf den ersten Blick häufig nicht erkennen, ob es sich um Reihen- oder Wahlgräber handelt“, weiß Christoph Keldenich, Vorsitzender von Aeternitas, der Verbraucherinitiative Bestattungskultur. So werden zum Beispiel Nischen in Urnenwänden manchmal in beiden Varianten offeriert. Gleiches gilt beispielsweise auch für Grabstätten in den verschiedenen Varianten von Gemeinschaftsgrabanlagen. Die in Fachsprache formulierten und schwer verständlichen Friedhofssatzungen helfen hier meist nur bedingt weiter. Zunehmend mehr Friedhofsverwaltungen stellen allerdings ihre Friedhöfe und die vorhandenen Grabangebote online oder in Broschüren vor. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, bei Friedhofsverwaltung und Bestatter gezielt nachzufragen und die eigenen Wünsche und Ansprüche klar zu formulieren.


Bei der Grabwahl zu berücksichtigen sind darüber hinaus die möglicherweise verschiedenen Gestaltungsvorschriften in den jeweiligen Bereichen der Friedhöfe. Dies gilt insbesondere bei speziellen Wünschen für das Grabmal oder die Bepflanzung. Des Weiteren stellt sich für immer mehr Menschen die Frage, inwieweit die Pflege einer Grabstätte nötig ist oder eventuell im Angebot enthalten. Hier bieten viele Friedhöfe eine wachsende Vielfalt an pflegefreien Grabstätten. Ähnliche Unterschiede wie bei den Reihen- und Wahlgräbern auf Friedhöfen bestehen übrigens auch in den zahlreichen Bestattungswäldern in Deutschland: Dies betrifft dann zum Beispiel die Art und Größe eines Baumes, die Anzahl der Urnen unter einem Baum oder die Laufzeit der Grabstätte.



Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, ´

Fax: 0 22 44 / 92 53 88

E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de

Internet: www.aeternitas.de


Alexander Helbach

Aeternitas e.V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur

Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter